2013

   


Das Grashüpfertheater Dankt!





27.11.2013 um 20:00 Uhr

Café Extra 



Das Goldene Vlies und Ödipus

Das goldene Vlies / Ödipus
Sigrid Schubert / Janine Schweiger
jeweils 40 Minuten mit Pause

Ödipus
Frei erzählt von Janine Schweiger auf Grund der Texte von Gustav Schwab

Kann man aus Versehen seinen Vater töten?
Kann man aus Versehen seine Mutter heiraten?
Kann man aus Versehen Kinder zeugen die gleichzeitig seine Geschwister sind?

Ödipus ist das alles und noch mehr passiert... Die wohl bekannteste aber auch spannendste Geschichte aus dem klassischen Altertum als Lehrstunde für Schicksalsgläubige und Skeptiker









Berlinpremiere, 01.11.2013 DRAWING IN MOTION

Visuelle Poesie über Menschen und Tiere
Ein experimentelles iPad Projekt

i Pad/Zeichnen Live Schatten/Projektion Puppenspiel/Masken


Die eigentlich statische Zeichnung bewegt sich in Zeit und Musik. Das Bild wechselt fließend von Schwarz-Weiß in Farbe. Die Zeichnung verändert sich ständig wie von selbst. Aus einer Landschaft entstehen Figuren, Linien überlappen, und wie durch eine Erinnerung blätternd wechseln die Seiten.

Was wir sehen, ist die Projektion einer Zeichnung auf dem iPad, die live auf der Bühne entsteht. Es ist keine Animation, kein Video!

Dann wieder erscheint ein Spieler auf der Bühne. Mit Mimik, mit Gesten, mal posierend oder mit Maske, mal eine Figur führend, tritt er in Dialog mit dem Bild.

Episode für Episode erzählt die Inszenierung auf abstrakte Weise von Menschen und Tieren.

Ermutigung und technische Unterstützung: Paper 53
Gefördert durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds



Sebastian Meschenmoser 



Signierstunde am 27.10.2013

Am Sonntag den 27.10.2013, nach der 11-Uhr-Vorstellung wird es bei uns im Theater eine Signierstunde geben.
Sebastian Meschenmoser, der Autor von „Herr Eichhorn und der erste Schnee“ und anderer Kinderbücher ist für Sie da.




 

Herr Eichhorn und der erste Schnee



Spuk im Figurentheater zu Halloween

Das Figurentheater Grashüpfer im Treptower Park bietet zu Halloween in diesem Jahr etwas Besonderes: Wir laden Gross und Klein zum Mitspuken ein.

Samstag, den 26.10.13, 13 bis 16 Uhr
Sonntag, den 27.10.13, 12 bis 16 Uhr



Der Wolf und die sieben Geißlein 



Premiere am 19. Oktober um 16:00 Uhr

DER WOLF UND DIE SIEBEN GEISSLEIN
„Och nö, erzähl nicht schon wieder vom bösen Wolf“, rufen die Zicklein zur Mutter, als diese ihre Kinder ermahnt: “Macht niemandem die Tür auf.“

Kaum ist die Geiß aus dem Haus, klopft der hungrige Wolf an der Tür und bittet charmant um Einlass. Die Zicklein überlegen: der Wolf soll gefährlich sein aber wenn einer so nett ist, wird er doch nichts Böses im Schilde führen. Außerdem ist es schön gruselig, wenn so ein richtiger Wolf vor der Tür steht.
Puppenspiel für Kinder ab 4 Jahren



Festival „Mythos Dornröschen“

vom 26.Juli bis 10. August 2013

Wieder waren es die Märchenabenden, an denen es gelang, das Thema „Mythos Dornröschen“ am weitesten zu vertiefen. Die Erzähler und Erzählerinnen haben Märchenmotive aufgespürt in alten Sagen und Rudimenten aus dem frühen Ägypten bis hin zu heute, zu Michael Ende.
Fast alle Theaterinszenierungen aber, obwohl sie sich der unterschiedlichsten Arten des Figurentheaters bedienten, bezogen sich ganz direkt auf das Märchen der Brüder Grimm. Sie variierten nur noch in der Zahl der Feen, mal 4, mal 7 mal 13. Das erstaunte uns sehr.
Nur eine der Dornröscheninszenierung löste sich etwas weiter von der Grimmschen Vorlage: „Rosa bockt“ von Rike Schubert. Sie lässt uns schon durch den Titel des Stückes hoffen, dass es anders verläuft und sich das Mädchen dem Schicksal nicht einfach ergibt. Und so ist es dann auch. Die überbehütete Rosa will nicht mehr, sticht sich und taucht ein in einen Schlaf oder in eine Cyberwelt. In diesem Wunderland findet sie eine Lösung, wie der verheerenden Fluch der dreizehnten Fee umgangen werden kann. „Rosa bockt“ feierte gleich zu Beginn des Festivals ihre Premiere.
Darüber hinaus gab es auch wieder eine historische Betrachtung des Themas, diesmal durch Dr. Olaf Thomsen; mehr als Ergänzung waren die Kreativangebote an zwei Familiennachmittagen.

Bis bald im Theater

Sigrid Schubert



Mythos Dornröschen

"Weil ein Teller fehlt, wird schließlich ein ganzer Hofstaat 100 Jahre lang lahmgelegt. Die assoziationsreiche Brisanz dieses Vorgang wurde kaum einmal entsprechend behandelt, fiel mir auf. Aber es ist wohl so: Dornröschen provoziert nicht im gleichen Maße wie das Vorjahres-Festival-Thema Rotkäppchen zu ungewöhnlichen Sichten. Und so fand sich auch keine einzige eindeutige Version für Erwachsene."
Peter Waschinsky

Hier wird kritisiert




 


Mythos Dornröschen - Figurentheater Festival



"Mythos Dornröschen"- Spielplan als PDF [13 KB]



Das Festival wird unterstützt durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick, Fachbereich Kultur



Presse:

www.generalanzeiger-waschinsky.de





Video: Alexander Hector





Projektwoche Zerstörte Vielfalt Grüne-Trift-Schule Berlin



Fazit des Festivals "Puppe und NS-Zeit"

In der letzten Maiwoche fand das Festival „Puppe und NS-Zeit“ im Rahmen des Berliner Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“ in unserem kleinenTheater statt. Thematisch ist das Jahr ein Gedenken an die Vergewaltigung der Unterschiede zu Gunsten einer Gleichschaltung und ein Besinnen auf die heute wieder erlangte Vielfalt, dem wir uns auch in unserer Woche auf die Spur gemacht haben.

Mit 4 Inszenierungen für Erwachsene mit Gästen aus Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und NRW, 4 Kinder/Familienvorstellungen, einem Filmvortrag und einem Erzählabend mit Diana Krüger (Schweiz) mit Musik in der Jurte haben wir 10 Veranstaltungen im Programm gehabt, die an Personen erinnerten, die in ihrer Vielfalt beschnitten wurden oder auch die Realitäten des NS-Alltags beleuchteten wie Deportation und Flucht, KZ-Leben und verbotene Identitätsäußerungen. Die meisten Darstellungen mit den Mitteln des Puppentheaters, denn auch das Puppentheater wurde in der NS-Zeit gleichgeschaltet und zu Propagandazwecken missbraucht.
Ein gewagtes Unterfangen??? Schweres Thema mit meist als leicht betrachtetem Puppenspiel zu kombinieren? Abendveranstaltungen unter der Woche in einem Spielort, der für Kinder- und Familienvorstellungen eingeführt ist? Offensichtlich nicht!
Die Abendveranstaltungen hatten eine Auslastung von 50-60%, die in der Jurte 90%, die Familienvorstellungen ihre durchschnittlichen 75%!!!!! Ein voller Erfolg! Es stellten sich sogar „Wiederholungstäter“ ein!
Aber Festival kommt von Fest und die Aktivitäten beschränkten sich nicht nur auf die Veranstaltungen, sondern das Haus war offen auch für Diskussion bei gemeinsamem Essen, Kaffee und Wein im „Theatercafé“ - neben den Zuschauern, die nach den schweren Themen nicht gleich in die Nacht in den Park hinausgeschickt werden (wie es auch sonst Praxis des Figurentheaters Grashüpfer ist, dass zum Verweilen und Nachwirken eingeladen wird), nutzten auch die Berliner Kollegen den Ort als Zusammenkunft und Austausch mit den Angereisten. Das Haus vibrierte nach den Vorstellungen. Besser hätte die heutige Freiheit und Vielfalt nicht demonstriert werden können, als in dieser angewandten Praxis des Austausches, neue Ideen und Synergien sind entstanden. Fantastisch! Eine geradezu euphorische Stimmung.

Ein Wermutstropfen war allerdings, dass wir die avisierte Zielgruppe der ab 14-Jährigen nicht in die Schulvorstellungen bekommen konnten, die Interessierten hatten Examen oder Klassenfahrten...
Nur mit der Schule Grüner Trift (Köpenick) hat sich zudem ein Schulprojekt ergeben, dass von der bildenden Künstlerin Jana Stulpe und der Puppenspielerin Christiane Klatt mit zwei 7. Klassen durchgeführt wurde. Die Schüler sind von einer Vorstellung von „Engel mit nur einem Flügel“ abgesprungen und haben sich bildnerisch mit der NS-Zeit auseinandergesetzt – das Ergebnis wird in einer kleinen Ausstellung zu sehen sein. Vielen Dank an die Lehrer Herrn Lindner und Frau Lindow und ihre Schüler für die Erfahrungen, die wir in der Auseinandersetzung mit ihnen machen durften. Vielen Dank hier natürlich dem jks Jugendkulturservice, der uns ermöglichte, den Eintrittspreis für die Schüler zu ermäßigen.
Das ist gleich eine gute Überleitung zu allen Danksagungen -
Neben der Unterstützung durch das NPN für die Veranstaltungen „Hannes und Paul“ und „Engel mit nur einem Flügel“ erfolgte diese Woche ohne finanzielle Unterstützung, sondern durch den Einsatz vieler „Zeitspenden“ und auch (Teil-)verzicht auf Bezahlung der Beteiligten.
Also last but by no means least die lange Dankesliste.
Vielen Dank an:
Kulturprojekte Berlin für das Themenjahr „Zerstörte Vielfalt“, unter dessen Dach wir uns stellen konnten. Unserem Bezirksbürgermeister Oliver Igel, der durch seine Schirmherrschaft die Wichtigkeit des Themas und unseres Theaters hervorgehoben hat und mit uns den gesamten Eröffnungsabend gefeiert hat.

Natürlich an Sigrid Schubert, die den Mut hat, mit ihrem Theater immer wieder Experimente zu wagen und das Haus für alle zu öffnen, als Kultur- aber auch Begegnungsstätte für Publikum und Kollegen/Künstler. Danke für den reibungslosen Ablauf, das nur durch das eingespielte Team des Theaters ermöglicht wurde.

Besten Dank an die Kollegen, die die Woche zu einem wunderbaren Erlebnis gemacht haben.

Dank auch an Muriel Camus (Théâtre Anima) für ihre große finanzielle Spende und an Alexander Hector (Römerslöwe Film), der die Woche über fast durchgängig im Einsatz war, um das Ganze mit seiner Kamera einzufangen - die DVD liegt dem Theater nun vor und kann dort bei Interesse angesehen werden.

Aber auch an die Kollegen und Zuschauer, die über die Woche abends mit uns gefeiert, gegessen und diskutiert haben. So konnten wir uns noch mal ganz intensiv unserer VIELFALT bewusst werden, der Unterschiede und Gemeinsamkeiten!
Gefreut hat uns auch das Interesse und die Anwesenheit von Vertretern der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten und aus dem Bezirk.

Christiane Klatt



Mai 2013



Spielplan "Zerstörte Vielfalt" als PDF [7 KB]



Puppen und NS-Zeit

Figurentheater im Nationalsozialismus – Nationalsozialismus im Figurentheater

Figurentheater im Nationalsozialismus
1938
: Gründung des Reichsinstituts für Puppenspiel. Ziel: zentrale Steuerung sowie Instrumentalisierung des Puppenspiels. Nicht-konforme Spieler werden aus ethnischen oder politischen Gründen mit Berufsverbot belegt, ins Exil getrieben oder auch verhaftet und ermordet. Viele Spieler – meist unpolitisch oder national gesinnt – profitieren durch diese Förderung des „nationalen Puppenspiels“ im Einsatz in Propaganda und nationaler Indoktrination bis hin zum Frontpuppenspiel, organisiert von der „NS-Kulturgemeinde“ über die Nationalsozialistische Gemeinschaft ´Kraft durch Freude´. Entworfen und produziert wurden Serien von Puppensätzen mit bestimmten Charakteren (Katalog „Spiele und Köpfe für das Kaspertheater“ 1940), neben traditionellen Figuren auch gab es z.B. auch die des Juden. Dazu passend wurden Spieltexte inklusive genauer Empfehlungen zur dramaturgischen Umsetzung entwickelt. Berufsbühnen hatten obligatorische ‚Politische Zwischenspiele’ zu zeigen.
(Quelle: Bohlmeier, Gerd: Das Reichsinstitut für Puppenspiel. Ein Beitrag zur Geschichte des Figurentheaters. Braunschweig 1993)

Nationalsozialismus im Figurentheater
Aufgrund dieser Geschichte ist es uns als Figurentheater wichtig, uns mit der gegenwärtig wilden und bunten Mischung der Figurentheaterszene mit einer Themenwoche am Themenjahr Zerstörte Vielfalt zu beteiligen. Ein politisches Engagement steht für Sigrid Schubert, Gründerin und Leiterin des Theaters Grashüpfer, immer an erster Stelle.
Die Stücke, die sie für ihren Spielplan wählt, erzählen von Individualität, Beziehung, Liebe und Integration und stärken damit die jungen Zuschauer in ihrer Persönlichkeit. Vielfalt beruht auf Individualität. Um zu Vielfalt beizutragen und Vielfalt auszuhalten bedarf es eines starken Selbstvertrauens.

Die eingeladenen Inszenierungen, die sich mit dem NS-Alltag auseinandersetzen sind auch für Kinder und Jugendliche geeignet. Es ist wichtig, nicht nur historische Fakten der Geschichte zu geben, sondern die perfiden Strukturen solcher Systeme aufzudecken und anzusprechen, damit Tendenzen auch heute von allen schnell erkannt werden. Dieser Lernvorgang ist mit einer individuellen emotionalen Verknüpfung besser zu erreichen, als der rein intellektuellen Wissensvermittlung. Hier ist das Theater und gerade das Genre Figurentheater prädestiniert.

Vom 23. Mai bis 1. Juni 2013 nähern wir uns dem Thema NS-Zeit und Puppe über Inszenierungen, einen Filmvortrag und einem Märchenabend am Feuer in der Jurte. Die Abstraktion, die Figurenspiel mitbringt, ermöglicht ein Einlassen auf anderem Wege als dem rein intellektuellen und erleichtert damit eine Annäherung und spätere Diskussion (im Anschluss an die Vorstellung).

Wir freuen uns auf anregende Auseinandersetzungen mit unseren Gästen – auf der Bühne und im Zuschauerraum!









Mi, 27. Februar, 18 - 21 Uhr

Der Schnelle Weg zur spielbaren Figur
Stabfigur - Handpuppe - Klappmaulfigur - Bühnenabend